ARKA Osmoseanlagen im Vergleich: Welche myAQUA passt zu deinem Aquarium?
Wie viel Osmosewasser brauchst du – und wie schnell soll es bereitstehen? Diese beiden Fragen helfen bei der Auswahl mehr als die Beckengröße allein. Wir vergleichen die ARKA myAQUA 190, 380, 400, 1900 und 3800 nach Wasserleistung, Restwasser und Ausstattung.
Die 190 und 380 sind stromlose Einstiegslösungen. Bei der 400 steht die bessere Wasserausbeute im Vordergrund, bei der 1900 und 3800 die schnelle Produktion großer Mengen. Der Vergleich beruht auf Herstellerangaben und unserer Einordnung für die Aquarienplanung; er ist kein eigener Labortest.
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Aktuelle Preise und Lieferhinweise findest du auf den jeweiligen Produktseiten. Die myAQUA 190 dient hier als zusätzliche Vergleichsoption.
Stand: September 2026.
Filter, Wartung und Anleitungen
Wann müssen Filter gewechselt werden?
Halte die Wechselintervalle und Spülhinweise der jeweiligen Anlage ein. Sie unterscheiden sich nach Modell und Filter. Sinkende Wasserleistung oder steigende Messwerte sind Gründe für eine zusätzliche Prüfung. Gute Messwerte ersetzen die vorgeschriebenen Wartungsintervalle nicht.
Wozu dient eine Resin- oder Mischbettharzstufe?
Eine nachgeschaltete, geeignete Harzstufe kann verbleibende gelöste Stoffe weiter reduzieren. Achte auf passende Anschlüsse und eine ausreichende Durchflussleistung – besonders bei der 1900 und 3800. Filterpatronen verschiedener myAQUA-Baureihen sind nicht automatisch austauschbar.
Was zeigt ein TDS-Messgerät?
Es liefert einen aus der Leitfähigkeit abgeleiteten Orientierungswert für gelöste Stoffe. Es zeigt nicht an, welche einzelnen Stoffe vorliegen. Auch eine Anzeige von 0 ppm ist kein vollständiger Nachweis für Schadstofffreiheit.
Wo finde ich die Bedienungsanleitung?
Nutze die offiziellen ARKA-Anleitungen für Anschluss, Erstspülung, Stillstand und Wartung. Dort sind die Unterlagen für 190/380, 400, 1900 und 3800 zusammengefasst.
Mehr zur Messung: ARKA TDS/EC-Messgerät.

myAQUA 190 bis 3800 im Überblick
myAQUA 190 – für kleinere Wassermengen
Bis 190 Liter/Tag · ohne Strom · ca. 1 Liter Osmosewasser zu 3–4 Litern Restwasser. Sinnvoll, wenn du wenig Wasser brauchst und Zeit für die Produktion hast.
myAQUA 380 – mehr Leistung ohne Strom
Bis 380 Liter/Tag · ohne Strom · ca. 1:3–4. Die höhere Nennleistung verkürzt gegenüber der 190 die Produktionszeit, sofern der Leitungsdruck ausreicht.
myAQUA 400 – bessere Wasserausbeute
Bis 400 Liter/Tag · Druckerhöhungspumpe · 48 W im Betrieb · ca. 1:1–1,5. Ein In-Line-TDS-Messgerät ist enthalten. Interessant bei regelmäßiger Wasserproduktion mit geringerem Restwasseranteil.
myAQUA 1900 – große Mengen schneller herstellen
Bis 1.900 Liter/Tag · Druckerhöhungspumpe · 70 W im Betrieb · ca. 1:1. Geeignet für große Wasserwechsel, mehrere Becken oder ein begrenztes Zeitfenster.
myAQUA 3800 – höchste Nennleistung in diesem Vergleich
Bis 3.800 Liter/Tag · maximal 2,63 Liter/Minute · Druckerhöhungspumpe · 120 W im Betrieb · ca. 1:1. Sie bietet die doppelte Tagesleistung der 1900 und ist besonders bei sehr hohem Bedarf oder kurzen Produktionszeiten interessant. Betriebsdruck: 1–4,5 bar; Abmessungen: ca. 432 × 163 × 486 mm.
Alle Leistungs- und Ausbeutewerte sind Herstellerangaben. Die tatsächliche Leistung hängt unter anderem von Temperatur, Druck, Ausgangswasser und Filterzustand ab. Für die 400 nennt ARKA in der technischen Tabelle 1:1–1,5; deshalb rechnen wir nicht pauschal mit der günstigsten Ausbeute.
Quellen: ARKA 190/380, ARKA 400, ARKA 1900 und ARKA 3800.

Welche Anlage passt zu deinem Wasserbedarf?
1. Wasserbedarf erfassen
Addiere Nachfüllwasser und Wasserwechsel. Beispiel: 3 Liter Verdunstung pro Tag plus 40 Liter Wasserwechsel pro Woche ergeben 61 Liter pro Woche. Entscheidend ist zusätzlich, ob du diese Menge über mehrere Tage oder in wenigen Stunden herstellen möchtest.
2. Produktionszeit einplanen
Für 50 Liter ergeben sich rechnerisch aus den maximalen Tagesleistungen:
myAQUA 190: etwa 6 Stunden 19 Minuten
myAQUA 380: etwa 3 Stunden 9 Minuten
myAQUA 400: etwa 3 Stunden
myAQUA 1900: etwa 38 Minuten
myAQUA 3800: etwa 19 Minuten
Das sind theoretische Bestwerte ohne Spülzeiten, keine gemessenen oder garantierten Füllzeiten. Plane unter deinen Bedingungen zusätzliche Zeit ein.
3. Restwasser mitrechnen
Für 50 Liter Osmosewasser fallen bei 1:3–4 etwa 150–200 Liter Restwasser an. Bei 1:1–1,5 sind es etwa 50–75 Liter. Der gesamte Leitungswasserbedarf liegt entsprechend bei 200–250 beziehungsweise 100–125 Litern, jeweils ohne Spülwasser. Hier liegt ein wesentlicher Unterschied zwischen 380 und 400.
1900 oder 3800?
Bei gleicher gewünschter Wassermenge halbiert die 3800 gegenüber der 1900 rechnerisch die Produktionszeit. Das ist vor allem bei mehreren Aquarien, Zuchtanlagen oder großen Wasserwechseln praktisch. Höhere Leistung bedeutet aber auch höhere Anforderungen an Wasserzufuhr, Auffangbehälter und nachgeschaltete Filter. Stimme diese auf den Durchfluss ab.
Unsere Auswahlhilfe
Wenig Bedarf und ausreichend Zeit: 190. Mehr Leistung ohne Stromanschluss: 380. Regelmäßige Produktion mit geringerem Restwasseranteil: 400. Große Mengen in kurzer Zeit: 1900. Noch höherer Bedarf oder besonders knappes Zeitfenster: 3800. Eine leistungsstarke Anlage kann auch an einem kleineren Aquarium sinnvoll sein.
Prüfe vor dem Kauf Wasseranschluss, Platz und Eingangsdruck. Für die 400 und 1900 nennt ARKA 1–4 bar, für die 3800 1–4,5 bar. Eine Druckerhöhungspumpe ersetzt keine ausreichende Wasserzufuhr. Auch Ersatzfilter und eine gegebenenfalls zusätzliche Harzstufe gehören in die Kostenplanung.
